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Pünktlich zu Halloween schaurig, gruseliger Abend für den Aufsteiger

An diesem Kampfabend kamen mehrere Faktoren zusammen, um am Ende erschrocken und mit leeren Händen da zu stehen. Zum Einen wollte man der zweiten Mannschaft zu einem Sieg verhelfen, um das Abstiegsgespenst zu vertreiben, zum Anderen waren die Umstände, die zur Niederlage führten, sehr unglücklich. So konnte man den durch Krankheit fehlenden Mario Läufer nicht ersetzen und dazu kam, dass das Schwergewicht letztlich gar nicht besetzt werden konnte. Der hier eingeplante Alexander Romanov hatte die Anreise aus Moldawien mit dem Auto nicht mehr rechtzeitig geschafft. Die erschwerten Bedingungen an den diversen Grenzübergängen ließen es nicht zu, dass er pünktlich zum Wiegen kam. Trotz dieser Umstände, wollte die Mannschaft dem Publikum zeigen, dass man gewillt ist die Punkte in Eschbach zu behalten. Das Ergebnis war offen bis zum letzten Kampf in der 75 kg Freistilklasse. Die Eschbacher führten da noch mit 15:14 Punkten. Leider gab es in diesem Kampf zuerst Süßes durch eine deutliche Führung von 12:0 Punkten, danach aber Saures durch eine unglückliche Schulterniederlage. Und so stand es am Ende 15:18 für den KSK Furtwangen und der kalte Schauer lief in Strömen die breiten Ringerrücken hinunter.

Zu den Kämpfen:
Bis 57 kg gr. röm. stellte Furtwangen keinen Gegner, so gingen die Punkte kampflos an Nick Scherer. Wie schon erwähnt war es im Schwergewicht so, dass Tobias Baier für Furtwangen ebenso kampflos die Punkte überlassen bekam.
In der Klasse bis 61 kg fr. hatte Timothy Dinser leider keine Chance gegen Vincent Kirner und unterlag technisch überhöht.
Premiere in der Regionalliga für Christian Uetz bis 98 kg gr. röm. Er war sehr motiviert und wollte der Mannschaft zeigen, dass das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt war. So ging er beherzt zu Werke und besiegte Benjamin Renkert mit 6:5 Punkten.
Für weiteren Aufwind in der Halle sorgte einmal mehr Aurelian Leciu in der 66kg griechisch Klasse. Mit Aushebern und klaren technischen Aktionen schickte er Marcel Wolber vor Ablauf der ersten Runde zurück in die Ecke.
Beim Stand von 9:8 zur Pause war man der Meinung man könnte die Ausfälle und die Umstellungen kompensieren.
Manuel Läufer (86 kg fr.) bot erneut eine überzeugende Mattenarbeit. Er beherrschte Felix Pfaff klar und siegte nach der vollen Kampfzeit klar mit 6:0 Punkten.
Eduard Semke (66 kg fr.) wollte für eine weitere Ergebnisverbesserung sorgen, holte eine Zweierwertung nach der anderen und lag kurz vor dem Pausengong mit 8:1 in Führung. In der letzten Aktion kurz vor dem Gong verletzte sich sein Gegner Fabian Kirner so, dass er vorzeitig aufgeben musste.
In Klasse 86 kg gr. röm. kam es zum erwarteten Aufeinandertreffen zwischen Julian Steinbach und Teimuarz Beradze. Verlor Julian den Vorkampf noch sehr unglücklich und knapp, hatte sich Beradze diesmal deutlich besser auf Steinbach eingestellt. Zwei Aktionen reichten Ihm um am Ende mit 6:0 die Matte zu verlassen.
Manuel Rombach sollte die Lücke in der Klasse bis 75 kg gr. röm. schließen. Er stand aber gegen Mike Kromer auf verlorenem Posten und gab den Vierer ab.
So lag es nun an Steffen Blum (75 kg fr.) beim Stand von 15:14 für Eschbach, den Sack zuzumachen. Was auch nach allem Anschein nach so begann. Er setzte gegen Kevin Reuschling die deutlich erfolgreicheren Aktionen und sammelte zahlreich Punkte. Nach 2 Minuten führte er schon mit 12:0 klar, kam dann aber in eine Konteraktion am Boden, die mit der schon oben beschriebenen, überraschenden Schulterniederlage endete.
So wurde der Abend zu einer Lehrstunde für den Aufsteiger, selbst einen vermeintlich schwächeren Gegner niemals zu unterschätzen.
Die Mannschaft um Trainer Wolfgang Radmacher hat am kommenden Wochenende gleich zweimal die Möglichkeit verlorenen Boden wieder gut zu machen. So wird man am Samstag in Nendingen und am Sonntag zu Hause (17:00 Uhr) gegen Tennenbronn die Lehren ziehen.

MM / 01.11.15