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Gut gekämpft und doch verloren

Gut gekämpft und doch verloren so lautet das Fazit für den Bundesliga - Neuling

Unsere junge Mannschaft muss sich im Hexenkessel der „Allgäubulls“ mit 14:9 geschlagen geben.

Alle zehn Mattenduelle gehen über die volle Kampfzeit von sechs Minuten.

 

Den Liga - Auftakt war Nick Scherer (57 kg fr.) vs. Markus Stechele vorbehalten. Er schreibt damit wieder ein kleines Kapitel in der Vereinsgeschichte und holt für den SVE 1967 die ersten Zähler in der Zweiten Bundesliga Süd. Er beherrschte seinen Gegner in dessen Spezialdisziplin im Freistil überraschend gut und mit etwas mehr Puste hätte es vielleicht auch noch zu einem höheren Resultat gereicht. So holt er aber zumindest mit dem 3:1, den ersten und damit historischen Punkt auf das Eschbacher Mannschaftskonto.

Im Schwergewicht musste Andy Benitz (130 kg gr.) gegen den ehemaligen Vizeweltmeister Vladislav Emilov Metodiev antreten. Andy hat sich richtig gut auf den Gegner eingestellt, dessen Konditionsmanko ausgenutzt und überlies den Allgäuern, nach der vollen Kampfzeit mit dem 8:2, nur 2 Mannschaftspunkte.

Bis 61 kg gr. röm. zeigte Laurentiu Macarei-Storus, den besten Kampf auf Seiten des SVE 1967. Er war der absolut dominante Ringer und lies den sehr passiv eingestellten Fatos Durmishi, wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Leider verwehrte der Kampfrichter Laurentiu in der letzten Kampfminute, den wegen passiver Ringweise seines Gegners, sicher verdienten letzten Punkt um den Vierer für die Mannschaft zu verbuchen. Am Ende siegte er mit 18:4, was weitere drei Punkte auf Konto brachte.

Prämiere im Eschbachdress hatte Aylin Kudret bis 98 kg Freistil. Er ließ die Aktionen seines Gegners Christian Stühle oft ins Leere laufen und konterte geschickt und holte so den sicheren 10:1 Punktsieg. Damit kam ein weiterer Dreier auf das Konto der Dreisamringer.

Edi Semke hatte einen richtig schweren Stand gegen den bärenstarken Mehmed Feraim in der Klasse bis 66 kg fr. Auch er musste über die volle Distanz, konnte aber die 2:14 Punktniederlage nicht in Grenzen halten und musste so der Heimmannschaft den Dreier überlassen.

So stand es zur Pause 7:5 für den SVE 1967. Die erste Halbzeit hatten die Ringer aus dem Dreisamtal für sich entschieden, die an diesem Abend ohne ihren Trainer Wolfgang Radmacher antreten mussten. Radmacher war zu einem Treffen seiner ehemaligen Nationalmannschaftkameraden eingeladen. Die Mannschaft hat im dafür natürlich die Freigabe erteilt.

Nach der Pause kamen dann die Allgäuer, gepuscht vom frenetischen Publikum immer stärker auf. In der Klasse bis 86 kg gr. röm. musste Julian Steinbach Bundesligalehrgeld bezahlen. Er mühte sich gegen den clever und mit Übersicht kämpfenden Michael Heiß ab, hatte aber nicht die Mittel um das 1:14 nach sechs Minuten zu verhindern.

Mit Nasko Georgiev, streifte sich der zweite Neuzugang das Eschbacher Trikot über. In der Klasse bis 66 kg gr. röm. bekam er es aber mit dem stärksten Westendorfer Christopher Kraemer zu tun. Für die Heimzuschauer war es der Ringerleckerbissen des Abends, für Nasko sicher nicht der gewünschte Einstand. Kraemer sprühte vor Tatendrang und lies dem Neueschbacher keine Chance für eine Ergebnisverbesserung zu sorgen.

Für diese Verbesserung des Ergebnisses ging das Eigengewächs Manuel Läufer in der Klasse bis 86 kg Freistil. auf die Matte. Gegen Steve Masuch sah es in den ersten Aktionen auch richtig gut aus für ihn aus. Er holte mit schönen blitzschnellen Angriffen auch die ersten Punkte und ging verdient in Führung. Leider ging ihm mit zunehmender Kampfzeit die Kraft und somit auch die Konzentration verloren, so musste er leider nach der vollen Distanz dem Gegner den 11:4 Punktsieg überlassen.

Um noch was zu retten war klar, Steffen Blum (75 kg fr.) musste jetzt die volle Punktzahl auf das Eschbacher Konto holen. Nur so hatte man die Chance noch etwas Zählbares mit ins Dreisamtal zu nehmen. Das wusste auch sein Gegner Simon Einsle und machte von Start weg den Rückwärtsgang rein. Taktisch klug gab Einsle somit dem Eschbacher nie die Chance die Punkte nach oben zu schrauben. Auch der Kampfrichter blieb davon unbeeindruckt und sprach nur eine Verwarnung wegen Passivität aus. Am Ende blieb für Steffen zwar der verdiente 4:0 Punktsieg, aber für die Mannschaft eben nur der Zweier. Damit war die Mannschaftniederlage besiegelte.

Mario Läufer (75 kg gr. röm.) gab somit den eher statistischen Schlussakkord gegen Maximilian Großner. In einem recht ausgeglichenen Duell behielt der Westendorfer, im Gefühl des schon sicheren Mannschaftserfolgs knapp die Oberhand und siegte nach Punkten mit 3:1.

So stand es am Ende 14:9 für den TSV Westendorf. Das Bundesligadebüt wurde zwar verloren, aber der Aufsteiger ist nicht untergegangen und hat sich gut verkauft. Im Abschlussinterview sagte Andy Benitz als Mannschaftsführer: „Wir wissen jetzt als Aufsteiger besser wo wir stehen, kennen nun auch unsere Defizite und werden daran weiter hart daran arbeiten“.

Am kommenden Samstag erwartet den Bundesliganeuling, die geballte Erfahrung des SV Hallbergmoos. Da wird sich zeigen, ob man vor heimischer Kulisse in der Lage ist sich weiter zu steigern und wie die Mannschaft die errungenen Erfahrungen aus der ersten Begegnung umsetzt.

Matthias Martin/04.09.2016